Suchtpotenzial Wrestling

Da war es wieder das Wochenende und was für eins, zum einen stand die Zeitumstellung an und zum anderen war die Landtagswahl in Thüringen angesetzt. Ja es war ein Wochenende, dass süchtig machen konnte. Und wie kann man so ein Wochenende besser starten als mit der deutschen Girlband, die sich selbst für ein Liebeslied an Männer nicht zu schade ist. Genau so ein Wochenende startet man am Besten mit Suchtpotenzial und “Ficken für den Frieden”. Und so saßen wir am Freitagabend im Neuen Theater Höchst und lauschten dem Mittlerweile dritten Programm von Suchtpotential. Mit viel Spaß und Freude spielten und sangen sich Ariane und Julia durch die Musikgenres und präsentierten dabei Ideen, Rat und Lebenshilfe auf ihre ganz besondere eigene Art. Musikalisch bleibt das ganze auf hohem Niveau, während die Texte dann vielleicht doch manchmal etwas unter die Gürtellinie rutschen, ohne dabei jemals geschmacklos zu werden. Das Lied über Deutschland könnte noch eine Strophe über Frankfurt vertragen, aber ansonsten war der Abend mehr als gelungen und das die Beiden sich nach der Show noch selbst an den Merchandise Stand stellen, macht das ganze noch viel sympathischer.

Weiter ging es dann am Samstagabend mit dem Kontrast dazu, statt gut gewählter Comedy gab es hier auf die Mütze. Die nGw rief zum Switchback (oder soll ich SwitchB.A.K. schreiben?). Die Wrestlingshows der kleinen Frankfurter Promotion waren schon immer Highlights mit viel Engagement und treuen Fans werden Geschichten erzählt, die auch das Leben hätte schreiben können. Dieses mal war die Show zwar auf dem gewohnt hohen Niveau, allerdings in weiten Teilen auch absehbar und daher etwas langatmig, zumindest dann, wenn man selbst versucht zu überlegen wie es weiter gehen könnte. Dennoch war Spaß wieder mehr als gegeben und natürlich wurde etwas zurückgehalten für das Feuerwerk das uns bei dem zweitägigen Probation Event im Dezember erwarten wird. Ich freu mich schon darauf.

Nachhaltigkeit auf Jugendfreizeiten

Als e-Mobilist versucht man ganz natürlich seinen eigenen Lebensstil immer mehr auf Nachhaltigkeit auszurichten. Man nutzt Ökostrom, Solaranlagen, achtet auf Verpackungsmüll, Bioprodukte und vieles mehr.

Auch im Hobby schaut man auf nachhaltiges Handeln und so geht es mir halt auch in meinem Ehrenamt. Die Aufgabe hier ist Jugenfreizeiten zu organisieren und dabei möglichst nachhaltig zu agieren. Ok im Sommer kann man auf einen nahen Zeltplatz campen und (je nach Ausgangsort) vielleicht auch dorthin wandern oder mit dem Fahrrad fahren. Wenn es allerdings in den Herbst geht sind eher Jugendherbergen gefragt, die dann doch eher so liegen, dass man schon weiter “fahren” muss, um neue Eindrücke in einer neuen Umgebung zu erzeugen. Und auch zum Zelten oder anderen Aktivitäten brauche ich eine gewisse Logistik.

Die Unterkunft und die Personenlogistik kann ich durch aus Nachhaltig gestalten, die Jugendherbergen bieten oft noch zusätzliche Umweltabgaben an und viele beschränken sich auch bei der Verpflegung wo es geht auf nachhaltige und lokale Produkte. Allerdings steigen dafür auch die Preise, was eine Freizeit schnell genauso teuer macht, wie eine Woche Urlaub am Meer.

Natürlich kann ich die Anfahrt mit der Bahn oder mit Fernbussen machen und dort auch umweltfreundlich fahren. Die Bahn nutzt ohnehin schon überwiegend Ökostrom und bei Fernbussen kann ich auch wieder eine Umweltabgabe zahlen. Nur mit keinem der beiden Verkehrsmittel komme ich überall hin und auch ganz selten nahe genug an die Jugendherberge ran, um alles an Gepäck dabei zu haben, ganz abgesehen davon, dass man auf Freizeiten auch noch zusätzlich Ausrüstung dabei hat, was nicht immer mit transportiert werden kann.

Wie komme ich also zur Jugendherberge bei meinen Freizeiten und wie überwinde ich vor Ort größere Passagen? Im Moment bleiben da eigentlich nur die klassischen Diesel Kleinbusse, elektrisch ist hier noch sehr schwierig, denn die bisher angebotenen elektrischen Varianten haben entweder kaum Reichweite, zu wenige Plätze oder zu wenig Ladevolumen. Meist sogar noch eine Kombination aus all dem. Zumindest was den Personentransport betrifft ist meiner Meinung nach hier noch Nachholbedarf. Im Bereich der Familienvans tut sich ja im Moment was, nur das reicht halt für diesen Zweck meistens nicht. Schön wäre ein 9-Sitzer von Tesla mit großem Kofferraum und Entertainmentschirmen für die Fahrgäste.

E-Autos entschleunigen

Eines der Argumente gegen e-Autos ist immer noch die nicht ganz so große Reichweite. Und ja Reichweite ist noch immer ein Thema bei e-Mobilität. Vieles hängt hier noch vom Fahrstil und auch von der Ladefähigkeit ab. Bei letzterem sieht man allerdings auch unabhängig von Tesla einige große Verbesserungen (ein Hyundai Kona kommt laut WLTP 449 km weit und  kann mit 70kW laden). Doch ist die beschränkte Reichweite wirklich ein Nachteil? Ich meine nicht, es kann so gar zum Vorteil werden, denn die Ladestops helfen einem die nötigen Pausen bei längeren Fahrten auf der Autobahn zu machen. 

Nachdem ich bei  nextmove  in Leipzig demnächst einen Termin habe und mit dem e-Auto dann von Leipzig nach Frankfurt fahre, beschäftige ich mich jetzt schon mit der Route. Der Leaf schafft laut WLTP ca. 285 km ohne zu laden. Somit sollten die ungefähr 385 km von Leipzig nach Frankfurt mit 1 – 2 Ladestopps machbar sein, wenn nicht gerade Winter wäre und man etwas mehr Verbraucher laufen hätte. Allerdings zeigt der Blick auf die Karte doch den einen oder anderen schönen Ort, den man auch besuchen könnte, also eine gute Gelegenheit einen Kurzurlaub daraus zu machen.

Mit dem Golf GTD würde man einfach drauf losfahren und sich höchstens vor her noch um das Hotel kümmern. Beim e-Auto läuft beginnt  man durchaus vorher schon mal zu überlegen. Fragen wie “Kann ich in der Garage des Hotels oder in der nähe laden?” oder “Kann ich einen Ladestop noch mit was anderem kombinieren?” drängen sich da durchaus auf.  Nun Hotels kann man mit der Webseite chargehotels suchen, allerdings sind hier sicher nicht alle Hotels gelistet, die eine solche Serviceleistung bieten, da man sich als Hotel dafür anmelden muss. Weitere Hinweise können durchaus die Hotelbewertungen geben. Der Routenplaner abetterroutplanner oder die Ladesäulensuche bei goingelectric helfen nun die Route zum Ziel mit den nötigen Ladestopps zu finden. Entlang der Route kann man nun nach Sehenswürdigkeiten suchen. Mit beiden Tools lässt sich so eine spannende Route entwerfen. Und ganz ehrlich macht das auch noch Spaß. 

Mir selbst sind bei der ersten Route einige Orte Aufgefallen, die ich gerne mal besuchen möchte. So fühlt man sich auch ein bisschen wie die ersten Autopioniere, bei denen auch mehrere Pausen nötig waren, um an weiter entfernte Ziele zu kommen.

Fast ein Jahr Nissan Leaf – Was nun?

Vor etwas mehr als einem Jahr, stand ich vor der Entscheidung, mit welchem Fahrzeug ich meinen Firmenwagen ersetzen sollte, den ich auf Grund eines Betriebsübergangs abgeben musste. Die Reise startete mit der Überlegung eines Verbrenners, nur was sollte das sein? Einen Golf VII GTD zu ersetzen und dabei nicht täglich frustriert im Auto zu sitzen ist nicht leicht. Wie es dann zur Entscheidung Leaf gekommen ist könnt Ihr im Beitrag http://nordsuedblog.de/blog/2018/11/29/abenteuer-emobility/ nachlesen. Nun fast ein Jahr nach dem wir den Leaf in Leipzig abgeholt hatten, stellt sich nun die Frage, wie es denn nun weiter geht.

Eigentlich wollten wir mit Blogbeiträgen noch erzählen, wie es uns mit dem Leaf erging, aber wie es so oft ist im Leben, haben besonders mich andere Dinge beschäftigt. Nun denn, kurz zusammengefasst gab es allerdings auch nicht viel zu erzählen, das Auto fährt wie jedes andere auch und macht auch wegen seiner tollen Fahreigenschaften immer noch spaß ohne Ende. Auch belegte Ladesäulen gab es in dem Jahr fast keine und es waren meist angenehme Alternativen zu finden.

Schade finde ich, dass unser Energieversorger vor Ort zwar einige Ladesäulen anbietet, aber genau die, die man mit diversen Ladekarten nutzen könnte und es ist leider nur eine, wird von den eigenen Servicefahrzeugen als erstes belegt und so muß man dort beim Laden immer wieder auf eine separate App zurückgreifen, welche zwar mit Paypal nutzbar ist, die Verbindung funktioniert hier leider nicht immer zuverlässig.

Ein kleines Problem ergab sich beim Leaf allerdings, plötzlich ging während des Fahrens nicht nur der Eco-Modus aus, sondern auch das e-Pedal. Das ist gerade in schwierigen Verkehrssituationen etwas unangenehm, weil man ab dem Zeitpunkt aktiv bremsen muss und sich nicht mehr auf die Rekuperation des Fahrzeuges verlassen kann.

Generell hat sich allerdings auch gezeigt, dass ein Elektroauto günstiger und angenehmer zu fahren ist als jeder Verbrenner. Natürlich haben Verbrenner auch ihre Vorteile, gerade wenn man mit mehreren Jugendlichen auf eine Freizeit fährt, denn die Elektrische Lösung für 9er Kleinbusse ist leider noch nicht in einer Reichweite zu haben, mit der man solche Touren sinnvoll gestalten könnte. Ein Nissan e-NV200 (7-Sitzer) hat lediglich 150 – 200 km Reichweite und muss dann 30 – 60 Minuten an die Ladesäule und das könnte mit Kinder und Jugendlichen bei längeren Touren doch mehr Aufwand bedeuten. Über näheres zu dem Thema werde ich sicher noch einen Artikel verfassen.

So nun geht es in die nächste Runde zur Auswahl stehen, den Leaf kaufen, den Leaf weiter mieten oder was anderes kaufen(oder leasen). Alles dazu versuche ich in den nächsten Tagen in eigenen Artikeln zusammen zu stellen und vielleicht wage ich mich dann auch an den ersten vlog mit meiner neuen Olympus pen.