E-Autos entschleunigen

Eines der Argumente gegen e-Autos ist immer noch die nicht ganz so große Reichweite. Und ja Reichweite ist noch immer ein Thema bei e-Mobilität. Vieles hängt hier noch vom Fahrstil und auch von der Ladefähigkeit ab. Bei letzterem sieht man allerdings auch unabhängig von Tesla einige große Verbesserungen (ein Hyundai Kona kommt laut WLTP 449 km weit und  kann mit 70kW laden). Doch ist die beschränkte Reichweite wirklich ein Nachteil? Ich meine nicht, es kann so gar zum Vorteil werden, denn die Ladestops helfen einem die nötigen Pausen bei längeren Fahrten auf der Autobahn zu machen. 

Nachdem ich bei  nextmove  in Leipzig demnächst einen Termin habe und mit dem e-Auto dann von Leipzig nach Frankfurt fahre, beschäftige ich mich jetzt schon mit der Route. Der Leaf schafft laut WLTP ca. 285 km ohne zu laden. Somit sollten die ungefähr 385 km von Leipzig nach Frankfurt mit 1 – 2 Ladestopps machbar sein, wenn nicht gerade Winter wäre und man etwas mehr Verbraucher laufen hätte. Allerdings zeigt der Blick auf die Karte doch den einen oder anderen schönen Ort, den man auch besuchen könnte, also eine gute Gelegenheit einen Kurzurlaub daraus zu machen.

Mit dem Golf GTD würde man einfach drauf losfahren und sich höchstens vor her noch um das Hotel kümmern. Beim e-Auto läuft beginnt  man durchaus vorher schon mal zu überlegen. Fragen wie “Kann ich in der Garage des Hotels oder in der nähe laden?” oder “Kann ich einen Ladestop noch mit was anderem kombinieren?” drängen sich da durchaus auf.  Nun Hotels kann man mit der Webseite chargehotels suchen, allerdings sind hier sicher nicht alle Hotels gelistet, die eine solche Serviceleistung bieten, da man sich als Hotel dafür anmelden muss. Weitere Hinweise können durchaus die Hotelbewertungen geben. Der Routenplaner abetterroutplanner oder die Ladesäulensuche bei goingelectric helfen nun die Route zum Ziel mit den nötigen Ladestopps zu finden. Entlang der Route kann man nun nach Sehenswürdigkeiten suchen. Mit beiden Tools lässt sich so eine spannende Route entwerfen. Und ganz ehrlich macht das auch noch Spaß. 

Mir selbst sind bei der ersten Route einige Orte Aufgefallen, die ich gerne mal besuchen möchte. So fühlt man sich auch ein bisschen wie die ersten Autopioniere, bei denen auch mehrere Pausen nötig waren, um an weiter entfernte Ziele zu kommen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.